Die Spreu vom Weizen trennen

Wie bereits im Artikel „Die Waffen gegen die Arbeitslosigkeit” erläutert, gibt es eine Fülle an Medien denen man mehr oder weniger geeignete Stellenangebote entnehmen kann. Dies ist jedoch erst der Anfang. Der Weg bis zur Beschäftigung ist lang und steinig. Aber es ist eine Herausforderung, und wie bei jeder anderen Herausforderung, kann man auch hier nur auf eine Weise vorgehen, in dem man sein bestes gibt. Und so geht es jetzt darum, die ausgesuchten Stellenanzeigen auf Herz und Nieren zu Prüfen. Die Spreu vom Weizen zu trennen und auch mal die Gunst der Stunde zu nutzen.

Die Tauglichkeit der Anzeigen ist oft stark eingeschränkt. Es gibt eine ungeheuere Flut an zweifelhaften und unseriösen Anzeigen. Denn noch immer gibt es Zahlreiche skrupellose Geschäftemacher, die aus dem Leid der Arbeitslosen, schlicht und ergreifend Profit schlagen wollen. Mit etwas Übung wird es einfacher solche Anzeigen von ernsthaften Stellenangeboten zu unterscheiden, einen vollkommenen Schutz gibt es jedoch auch hier nicht. Ein deutlicher Hinweis auf solche Scheinangebote, sind Regelmäßig erscheinende Inserate. Dies bedeutet meistens dass entweder die angebotene Arbeit nicht zufriedenstellend ist oder aber eben, dass es nur darauf abzielt möglichst viele Interessenten anzuwerben.

Ein weiteres Kriterium sind Anzeigen mit unrealistischen Konditionen, wie etwa ein ungewöhnlich hohes Einkommen. Ebenfalls sei von Stellenangeboten abgeraten, bei denen der vermeintliche Arbeitgeber eine Anzahlung voraussetzt. Auch unvollständige Angaben bei den Inseraten sind kritisch zu betrachten. Man findet häufiger Inserate die nur mit einer Webadresse oder Telefonnummer versehen sind. Die Angabe von der Firmenbezeichnung, dem Sitz oder auch nur einer groben Tätigkeitsbeschreibung sucht man da vergeblich.

Neben der Seriosität der Anzeigen gibt es noch zahlreiche andere Faktoren die bei der Verwertung von Stellenannoncen relevant sind. Ein guter Teil der interessanten Stellen werden aussortiert, da das Anforderungsprofil einfach nicht mit dem eigenen Profil übereinstimmt. Sei es Berufserfahrung, besondere Kenntnisse, akademischer Grad, oder auch das Alter. Auch die Frage nach Teilzeit- oder Vollzeitbeschäftigung lässt die Anzahl der relevanten Stellenausschreibungen schwinden. Doch nun nähern wir uns langsam dem Kern der Suchergebnisse. Ein letzte Auswahl, sofern diese nicht gleich zu Anfang vorgenommen wurde, betrifft die Anzeigen für eine „selbstständige Beschäftigung“. Häufig wird eine Selbstständigkeit suggeriert, die sich aber nur in Akquisitionstätigkeiten erschließt. Im Volksmund auch als „Klinkenpolieren“ bezeichnet. Das Tätigkeitsfeld besteht aus Kundengewinnung und Verkaufsgesprächen. Hier kann man ohne Vorbehalt von einer Scheinselbstständigkeit mit Akkordcharakter sprechen.

Abschließend geht es darum die sprichwörtliche Spreu vom Weizen zu trennen. Es empfiehlt sich auf jeden Fall die übrigen Stellenanzeigen erneut zu überprüfen. Das Internet ist dabei ein gutes Hilfsmittel. Zwar bedeutet eine zusätzliche Recherche einen zusätzlichen Aufwand. Bietet aber dennoch einen entscheidenden Mehrwert. So erkennt man da öfters, im Nachhinein die eine oder andere unseriöse Anzeige. Außerdem kann man auf diesem Wege seine Datenangaben vervollständigen und ist somit besser auf das anstehende Bewerbungsverfahren vorbereitet. Denn eine Persönliche Anrede des zuständigen Ansprechpartners, das Wissen über die Tätigkeitsbereiche innerhalb des Unternehmens, sowie über den Stand und das Profil des Unternehmens, können sowohl bei der Bewerbung wie auch beim folgenden Vorstellungsgespräch überaus wertvoll sein.